Ambrosiapollen

Vereinzelte Ambrosiapollen fliegen bereits ab Mitte Juli, die meisten Pollen sind jedoch im August und im September in der Luft. Nur geringe Konzentrationen sind Anfang Oktober noch möglich. Der Pollenflug von Ambrosia wird durch das Nationale Pollenmessnetz von MeteoSchweiz überwacht.

In der Schweiz sind die Pollenkonzentrationen von Ambrosia noch gering, verglichen mit Ungarn, Serbien, Kroatien, Frankreich oder Italien (Grafik "Ambrosiapollen in Europa"). Die höchsten Schweizer Pollenwerte werden im Tessin und am Genfersee gemessen. In diesen Regionen ist der Pollenflug vergleichbar mit demjenigen von Mailand zu Beginn der 1990er Jahre. Im Südtessin werden im Mittel jährlich immerhin 24 Tage mit einer starken Pollenbelastung gemessen, in Lugano 9 und in Genf 5 Tage (Grafik "Anzahl Tage mit starker Belastung durch Ambrosiapollen ..."). Fälle von Ambrosia-Allergien sind aus diesen Gebieten bereits bekannt. Als eine starke Pollenbelastung bezeichnet man Konzentrationen von 11 oder mehr Ambrosiapollen pro Kubikmeter Luft innerhalb von 24 Stunden. Im zentralen und östlichen Mittelland wurde in den letzten 10 Jahren nur an einem Tag eine starke Belastung erreicht. Die jährliche Gesamtpollenmenge liegt in diesen Gebieten bei etwa 20 Pollen. Diese Pollenmenge dort ist jedoch noch zu gering, um Pollenallergien auszulösen.

Obwohl sich die Ambrosiapflanzen im Tessin und am Genfer See bereits zunehmend ausgebreitet haben, stammt immer noch ein grosser Teil der dort gemessenen Pollen aus den benachbarten Ländern Frankreich und Italien; die Ambrosiapollen werden mit Südwestwinden in die Schweiz verfrachtet.