Landwirtschaft und Kulturland

Ambrosia kommt häufig in Sonnenblumenfeldern vor.

Ambrosia kommt häufig in späteren Sommerkulturen vor. Sonnenblumen, Soja und der Gemüsebau sind stark gefährdet. Rebberge, extensiv genutzte Wiesen auf leichten Böden, Bunt- und Rotationsbrachen, Erbsen und Stoppelfelder sind ebenfalls beliebte Standorte.

 

Vorbeugung

  • Verseuchten Orten sind offene Bodenstellen zu vermeiden. Einheimische, standortgerechte und bodenbedeckende Pflanzen ansäen.
  • Vermeiden von Erdtransporten und Samen aus Flächen, die von Ambrosia bereits befallen sind (Bodenbearbeitungs-, Mäh-, Erntemaschinen reinigen).
  • Erde von Standorten, auf denen Ambrosia vorkommt, nicht verwenden.
  • Potenzielle Standorte beobachten (Siedlungsränder, Bau- und Lagerplätze).
  • Unbedingt die Pollenbildung und das Versamen der Pflanze verhindern, in dem sie vor der Blüte bekämpft wird.
  • Ambrosia gehört in die Kehrrichtverbrennung, nicht auf den Kompost!
  • Erde an ausgerissenen Ambroisapflanzenwurzeln kann fast zu jeder Zeit keimfähige Samen enthalten. Diese Erde ebenfalls in die Kehrichtverbrennung geben.

 

Bekämpfungsmassnahmen

  • Melden von Fundstellen: Personen, die Ambrosia finden, müssen den Fundort der entsprechenden Stelle melden.
  • Auf bereits befallenen Parzellen auf folgende Kulturen verzichten: Sonnenblumen, Soja, Bunt- und Rotationsbrachen, extensiv genutzte Wiesen und bestimmte Gemüse. Beim Gemüse vor allem Verzicht auf Knollengewächse wie Karotten, Sellerie (Verschleppung mit anhaftender Erde) und auf Gemüse, das nach September geerntet wird, wie Kohlarten, damit ein Pflugeinsatz vor der Ambrosiasamenreife noch möglich ist. Bei den anderen Kulturen ist die chemische Unkrautbekämpfung anzupassen. Ist Ambrosia nach der Ernte vorhanden, sind das Pflügen oder eine Glyphosatbehandlung eine effiziente Bekämpfungsmassnahme.
  • Pflanzen vor der Blüten- und Pollenbildung von Juni bis August von Hand ausreissen oder maschinell jäten (frühe Pflanzen beachten!). Normalerweise ist ein mehrmaliges Ausreissen der Pflanze nötig.
  • Atemschutzmaske und Handschuhe tragen. Die ganze Pflanze enthält Allergene, die frei werden können. AllergikerInnen sollten keine Pflanzen ausreissen.
  • Wiederholtes Mähen in Wiesen und entlang von Parzellenrändern und Strassen. Diese Massnahme ist wenig effizient. Die Pollenproduktion wird zwar reduziert, stoppt aber die Samenbildung nicht!
  • Herbizideinsatz mit bewilligten Mitteln während und zwischen den Hauptkulturen.