Baustellen und Gruben

Ambrosiasamen in der Erde werden durch Baumaschinen über weite Distanzen verschleppt.

Ambrosia besiedelt rasch offene Bodenstellen (Erddepots, Kompostmieten, verbrachte und vergandete Flächen, Baustellen, Lagerplätze Kiesgruben) und spät gemähte Standorte (wie Strassenränder und Böschungen).

 

Vorbeugung

  • An verseuchten Orten sind offene Bodenstellen zu vermeiden. Einheimische, standortgerechte und bodenbedeckende Pflanzen ansäen.
  • Potenzielle Standorte beobachten. Ambrosiasamen können von Nachbarparzellen oder mit verseuchter Erde, Pflanzen- oder anderen Materialien eingeschleppt werden (vgl. Ausbreitung).
  • Erde von Standorten, auf denen Ambrosia vorkommt, nicht verwenden.
  • Unbedingt die Pollenbildung und das Versamen der Pflanze verhindern, in dem sie vor der Blüte bekämpft wird.
  • Ambrosia gehört in die Kehrrichtverbrennung, nicht auf den Kompost!
  • Erde an ausgerissenen Ambroisapflanzenwurzeln kann fast zu jeder Zeit keimfähige Samen enthalten. Diese Erde ebenfalls in die Kehrichtverbrennung geben.

 

Bekämpfungsmassnahmen

  • Melden von Fundstellen: Personen, die Ambrosia finden, müssen den Fundort der entsprechenden Stelle melden.
  • Pflanzen vor der Blüten- und Pollenbildung von Juni bis August von Hand ausreissen oder maschinell jäten (frühe Pflanzen beachten!) Normalerweise ist ein mehrmaliges Ausreissen der Pflanze nötig.
  • Atemschutzmaske und Handschuhe tragen. Die ganze Pflanze enthält Allergene, die frei werden können. AllergikerInnen sollten keine Pflanzen ausreissen.
  • Wiederholtes Mähen entlang von Parzellenrändern und Wegen. Diese Massnahme ist wenig effizient. Die Pollenproduktion wird zwar reduziert, stoppt aber die Samenbildung nicht!
  • In Zusammenarbeit mit der kantonalen Pflanzenschutzstelle ist ein Herbizideinsatz möglich.
  • Mit Ambrosiasamen kontaminierte Erde auf der Parzelle belassen oder in einer kontrollierten Deponie lagern.